Historie des Gebäudes
Eglise Notre Dame
Das Gebäude wurde 1954 von den französischen Streitkräften im Stadtteil „Cité“ / Baden-Oos in Baden-Baden gebaut. Die Franzosen errichteten dort nach dem Krieg 1945 ihre Zonen-Regierung und das Hauptquartier des Oberkommandierenden der französischen Armee in Deutschland.
Ursprünglich war der Bau als Kino für die ansässigen Soldaten und ihre Familien gedacht. Da aber unweit von diesem Standort bereits ein etwas größerer Kinosaal entstand, entschied man sich letztendlich für die Nutzung als Kirche, die sogenannte „Eglise Notre Dame“.
Deutlich sichtbar wird diese Nutzung am etwas abgesetzten Kirchturm, der deutlich werden lässt, dass er nachträglich hinzu kam. Ebenfalls untypisch für eine Kirche ist der Stufenanstieg der Besucherplätze im Innenraum.
Das Kirchengebäude bot im Untergeschoss in verschiedenen Räumen Platz für mehrere unterschiedliche Konfessionen. So konnten hier Christen, Juden und Moslems unter einem Dach ihre Gottesdienste und Veranstaltungen abhalten.
Nach dem Abzug der französischen Streitkräfte
Nach dem bis Juli 1999 schrittweise vollzogenen Abzug der französischen Streitkräfte aus Baden-Baden stand das Gebäude zunächst leer und wurde durch Vandalismus und Witterung deutlich sichtbar geschädigt.
Schließlich kaufte die Entwicklungsgesellschaft Cité (die für die Konversion des Stadtteils zuständige Projektgesellschaft) das Gebäude von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Erste Besprechungen und Machbarkeitsstudien über eine zukünftige Nutzung entstanden ab Mitte 2005. Da die alte Simulationsbühne neuen Schulgebäuden und einem Familienzentrum weichen sollte, begann im Herbst 2006 die Planung eines Umbaus der alten Kirche zur neuen Akademiebühne.
Der endgültige Bauantrag vom Frühjahr 2007 wurde am 21.06.2007 genehmigt. Aufgrund des hier greifenden Denkmalschutzes gab es natürlich auch einige Auflagen zum Erhalt der Kirchenatmosphäre. Die reine Bauzeit des Projektes betrug nur 28 Wochen, so dass bereits im Dezember 2007 die Schlüsselübergabe an die Stadt Baden-Baden erfolgen konnte. Diese mietet das Gebäude von der EG Cité und vermietet es weiter an die EurAka. Der alte Namen „Simulationsbühne“ musste der neu gewählten Bezeichnung „Akademiebühne“ weichen.

