
Das Gebäude wurde 1954 von den französischen Streitkräften im Stadtteil „Cité“ / Baden-Oos in Baden-Baden gebaut. Die Franzosen errichteten dort nach dem Krieg 1945 ihre Zonen-Regierung und das Hauptquartier des Oberkommandierenden der französischen Armee in Deutschland.
Ursprünglich war der Bau als Kino für die ansässigen Soldaten und ihre Familien gedacht. Da aber unweit von diesem Standort bereits ein etwas größerer Kinosaal entstand, entschied man sich letztendlich für die Nutzung als Kirche, die sogenannte „Eglise Notre Dame“.
Deutlich sichtbar wird diese Nutzung am etwas abgesetzten Kirchturm, der deutlich werden lässt, dass er nachträglich hinzu kam. Ebenfalls untypisch für eine Kirche ist der Stufenanstieg der Besucherplätze im Innenraum.
Das Kirchengebäude bot im Untergeschoss in verschiedenen Räumen Platz für mehrere unterschiedliche Konfessionen. So konnten hier Christen, Juden und Moslems unter einem Dach ihre Gottesdienste und Veranstaltungen abhalten.